BM-Online 42

Organisationseinheiten im Bedrohungsmanagement. Ein Leitfaden für Behörden zur Prävention schwerer zielgerichteter Gewalt. Übersetzung und Adaption von Lena Deller-Wessels, Lena Dahlen, Louise Huber-Fennell. Original Version vom United States Secret Service National Threat Assessment Center. Wiesbaden: KrimZ, 2026. (BM-Online ; Bd. 42)
978-3-945037-61-4
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Der vorliegende Band der Reihe BM-Online stellt einen praxisorientierten Leitfaden zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von Organisationseinheiten im Bedrohungsmanagement bereit. Das Dokument ist eine Übersetzung aus dem Englischen, teilweise für den deutschsprachigen Raum adaptiert, und basiert auf der Originalveröffentlichung des U.S. Secret Service NTAC (National Threat Assessment Center (2024). Behavioral Threat Assessment Units: A Guide for State and Local Law Enforcement to Prevent Targeted Violence. U.S. Secret Service, Department of Homeland Security).

Der Leitfaden bietet einen evidenzbasierten, verhaltensorientierten und strukturierten Ansatz zu Prävention schwerer zielgerichteter Gewalt und zielt darauf ab, risikorelevantes Verhalten frühzeitig zu erkennen, systematisch zu bewerten und geeignete Managementstrategien zu entwickeln. Hierfür werden konkrete organisatorische und fachlich relevante Schritte beschrieben – von der Einrichtung spezialisierter Organisationseinheiten über standardisierte Prozesse bin hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit und Netzwerkbildung.

Während das Ursprungspapier vorrangig an Strafverfolgungsbehörden adressiert ist, richtet sich die deutsche Fassung ausdrücklich an ein weitaus breiteres Publikum. Denn beispielsweise Strafverfolgungsbehörden verfügen über fest eingerichtete bundes- und landesweite interne Arbeitsgruppen sowie an einigen Stellen bereits über etablierte Strukturen zum Bedrohungsmanagement.

Das Dokument versteht sich als ein praxisnaher, skalierbarer Rahmen, der an bestehende Strukturen, rechtliche Gegebenheiten und verfügbare Ressourcen angepasst werden sollte. Es soll Fachkräfte dabei unterstützen, ein professionelles und wirksames Bedrohungsmanagement zu entwickeln oder vorhandene Systeme weiter auszubauen – mit dem gemeinsamen Ziel, Risiken schwerer zielgerichteter Gewalt reduzieren und die öffentliche Sicherheit nachhaltig stärken zu können.