Tagungen
Wir veranstalten regelmäßig Fachtagungen in Wiesbaden zu kriminologischen und strafrechtlichen Fragestellungen und bringen Wissenschaft und Praxis zusammen.
Wir veranstalten regelmäßig Fachtagungen in Wiesbaden zu kriminologischen und strafrechtlichen Fragestellungen und bringen Wissenschaft und Praxis zusammen.
Aktuelle Perspektiven auf geschlechtsspezifische Gewalt:
Befunde, Kontroversen, Präventionsstrategien
Vor diesem Hintergrund widmet sich die Tagung aktuellen Forschungsergebnissen ebenso wie Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Präventionsansätzen.
Fachtagung in Wiesbaden
65185 Wiesbaden
23. Oktober 2026
Tagungsleitung:

Dr. Fredericke Leuschner, M.A.

Dr. Sebastian Sobota

Prof. Dr. Martin Rettenberger
Organisationsteam:

Conne Kersting

Linda Suhens-Ghimboasa, Dipl.-Betriebsw.
Tagungsprogramm
-
11:00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Martin Rettenberger
Direktor der KrimZGrußwort
Bundesministerium der Justiz und für VerbraucherschutzGrußwort
Hessisches Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat -
Themenblock 1
Aktuelle Befunde zu geschlechtsspezifischer Gewalt
-
11:30 Uhr
LeSuBiA – Ergebnisse der geschlechterübergreifenden Dunkelfeldbefragung zu Gewalterfahrungen in Deutschland
Dr. Nathalie Leitgöb-Guzy, Dr. Ina Bieber
Bundeskriminalamt -
12:15 Uhr
Häusliche Gewalt im Geschlechtervergleich – Muster und Hintergründe von Gewalt in Paarbeziehungen
Prof. Dr. Monika Schröttle
Hochschule Ravensburg-Weingarten -
13:00 Uhr
Mittagspause
-
14:00 Uhr
Die Digitalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt
Prof. Dr. Nivedita Prasad
Alice Salomon Hochschule Berlin -
14:45 Uhr
„Sleeping Girls“ – zwischen Forum, Phantasie und Vergewaltigung
Prof. Dr. Daniela Klimke
Polizeiakademie Niedersachsen -
15:30 Uhr
Pause
-
16:00 Uhr
Gesellschaftliche Konstruktion von Opfer- und Täterpositionen – geschlechtertheoretische Differenzierungen
Prof. Dr. Mechthild Bereswill
Universität Kassel -
Themenblock 2
Rechtliche Regulierungen
-
16:45 Uhr
Die Istanbul-Konvention – ein Auftrag für Deutschland
Müşerref Tanrıverdi
Deutsches Institut für Menschenrechte -
17:30 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
-
19:00 UhrGelegenheit zum gemeinsamen Abendessen in einem Wiesbadener Restaurant
-
Themenblock 2
Rechtliche Regulierungen
-
09:00 Uhr
Femizide ins Strafgesetzbuch? Für und Wider einer Reform der Tötungsdelikte nach lateinamerikanischem Vorbild
Florian Rebmann
Eberhard-Karls-Universität Tübingen -
09:45 Uhr
Gesetzgeberischer Handlungsbedarf bei der Strafbarkeit von bildbasierter sexualisierter Gewalt
PD Dr. Anja Schmidt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg -
10:30 Uhr
Pause
-
Themenblock 3
Präventive Ansätze
-
10:50 Uhr
Prävention von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt: Ansatzpunkte und Stand der Umsetzung in Deutschland
Dr. Christoph Liel
Deutsches Jugendinstitut -
11:35 Uhr
(Wie) kann Berichterstattung zur Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt beitragen?
Christina Fleischanderl
Südwestrundfunk -
12:20 Uhr
Pause
-
12:50 Uhr
Täterarbeit als Prävention von Gewalt gegen Frauen
Roland Hertel
ehem. Vorstand Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e. V. -
13:35 Uhr
Restorative Justice und geschlechtsspezifische Gewalt
Kim Magiera
Universitätsklinikum Ulm -
14:20 Uhr
Verabschiedung
Anmeldung
Alle Plätze sind bereits vergeben. Gerne können Sie sich bei Interesse auf unsere Warteliste setzen lassen.
Bitte überweisen Sie den Tagungsbeitrag unter Angabe des Namens der teilnehmenden Person und des Stichworts Fachtagung 2026 auf das Konto der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ):
IBAN: DE76 5105 0015 0133 0573 90
BIC: NASS DE55 XXX
Tagungsbeitrag: 200 €
Vollzeit-Studierende: 90 €
Vorlage der Studienbescheinigung
(begrenztes Kontingent)
inklusive
- Tagungsmaterial
- Snacks
- Getränke
Stornierungen nehmen wir
bis zum 8. Oktober 2026 kostenfrei entgegen.
Danach kann der Tagungsbeitrag nicht zurückerstattet werden.
Abgeschlossene Tagungen
Fachtagung am 23. und 24. Oktober 2025 in Wiesbaden
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Martin Rettenberger
Dr. Sebastian Sobota
Fredericke Leuschner
Prof. Dr. Dr. Hauke Brettel
Veranstaltungsort:
Bürgersaal
Hochschule Fresenius
Moritzstraße 17A
65185 Wiesbaden
Externe Expertise, vermittelt von Fachleuten mit speziellen Kenntnissen und Erfahrungen in einem bestimmten Gebiet, ist für zahlreiche Fragestellungen und in fast allen Verfahrensarten notwendig, um das gerichtliche Streben nach der „Wahrheit“ zu unterstützen. In modernen Prozessen spielen Sachverständige eine unverzichtbare Rolle, wenn es darum geht, komplexe Sachverhalte aufzuklären und zu beurteilen. Ihre Gutachten üben oftmals erheblichen Einfluss auf gerichtliche Entscheidungen aus.
Im Rahmen der Tagung kommen sowohl Wissenschaftler/-innen als auch Praktiker/-innen zu Wort, um interdisziplinäre Einsichten zur Sachverständigenexpertise zu erlangen. Das betrifft zum einen die Bedeutung von Gutachten für die Gesetzgebung und in Gerichtsprozessen, darunter als Schutz vor ebenso wie als potenzielle Quelle von Fehlern. Zum anderen werden die Herausforderungen für Sachverständige in unterschiedlichen Rechts- und Fachgebieten schlaglichtartig beleuchtet.
Fachtagung am 24. und 25. Oktober 2024 in Wiesbaden
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Axel Dessecker
Prof. Dr. Martin Rettenberger
Veranstaltungsort:
Bürgersaal
Hochschule Fresenius
Moritzstraße 17A
65185 Wiesbaden
Kriminalität hat es immer gegeben, seit das Strafrecht erfunden wurde. Sie kann eine lästige Alltagserscheinung sein oder als vermeintliche Häufung spektakulärer Einzelfälle erscheinen, über die in Publikumsmedien immer wieder berichtet wird. Ob Kriminalität als drängendes soziales Problem empfunden wird, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Probleme es sonst noch gibt. Hinzu kommt, dass sich Kriminalität verändert. Digitalisierung ist dafür nur ein Beispiel.
Prävention von Kriminalität und Reaktionen auf Kriminalität verändern sich ebenfalls. Sicherheitsbehörden nutzen technische Möglichkeiten, um mögliche Straftaten aufzuspüren und aufzuklären. Die Strafjustiz bereitet sich darauf vor, Akten, Vernehmungen und Hauptverhandlungen vor Gericht in digitale Formen zu bringen. Auch das Strafrecht verändert sich ständig, weil Strafgesetze ein beliebtes Instrument der Politik sind.
Die Tagung greift ein breites Spektrum von Themen auf und betrachtet diese aus verschiedenen Perspektiven. Besonders betont werden Aspekte, die Gegenstand aktueller Forschung sind – in der Kriminologie und angrenzenden Disziplinen der Wissenschaft: Sicherheitsgefühl und Kriminalitätsfurcht, Femizide, politisch motivierte Kriminalität und Rechtsextremismus, Folgen des Cannabisgesetzes, die Nutzung von KI-Anwendungen durch Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden, Digitalisierung im Strafverfahren, die Erhöhung gesetzlicher Strafrahmen und die Modernisierung des Sanktionenrechts.
Fachtagung am 5. und 6. Oktober 2023 in Wiesbaden
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Axel Dessecker
Prof. Dr. Martin Rettenberger
Veranstaltungsort:
Bürgersaal
Hochschule Fresenius
Moritzstraße 17A
65185 Wiesbaden
Kriminalität ist – jenseits spektakulärer Einzelfälle – eine Alltagserscheinung, die in digitalen Räumen genauso vorkommt wie in der realen Lebenswelt. Die Nutzung des Internets ist für fast alle Menschen selbstverständlich geworden, in manchen Situationen ist sie beinahe unentbehrlich. Mobile Endgeräte sind allgegenwärtig. Mit den Formen der Kommunikation hat sich auch Kriminalität verändert. Tatgelegenheiten vervielfachen sich mit den technischen Möglichkeiten, viele elektronische Adressen gleichzeitig zu kontaktieren. Ob eine elektronische Nachricht eine vertrauenswürdige Mitteilung enthält und von der Person stammt, die sich als Absenderin ausgibt, ist auf der Empfängerseite nur mit erheblichem technischem Aufwand zu kontrollieren. Damit verlagern sich manche Deliktsformen ins Internet. Zugleich entstehen neue Varianten von Schädigungen, deren Strafbarkeit nicht von vornherein feststeht.
Die Tagung greift ein breites Spektrum von Kriminalität im Internet auf und betrachtet diese aus verschiedenen Perspektiven. Besonders betont werden Aspekte, die Gegenstand aktueller kriminologischer Forschung sind.
Fachtagung vom 24. bis 27. August 2021 in Frankfurt am Main
Die Kriminologische Zentralstelle beteiligt sich an der Ausrichtung der 16. Internationalen Konferenz der IATSO vom 24. bis 27. August 2021 in Frankfurt am Main.
Martin Rettenberger, Conference President and IATSO Secretary General
Sonja Etzler, Chair of the Local Organizing Committee
Reinhard Eher, President Elect
Sabrina Eberhaut, Conference Organizing Committee
KEYNOTE SPEAKERS
- Plenary Sessions
- Peter Fromberger (Germany): Virtual reality applications for the treatment and risk assessment of child abusers
- Alexander F. Schmidt (Germany): Recent developments in the assessment of pedohebephilic interest
- Devon L. L. Polaschek (New Zealand): Understanding criminal persistence and desistance: Some implications for people identified as sexual offenders
- Douglas P. Boer (Australia): Individualized treatment of sexual offenders with an intellectual or developmental disability
- Robert J. McGrath (United States): Sex offender treatment in the United States: Lessons learned and future directions
- Ross Bartels (United Kingdom): Distorted beliefs linked to sexual offending
- Daniel Turner (Germany): Mental disorders in sexual offenders and their relevance for risk assessment.
- Peer Briken (Germany): Does psychodynamic thinking still have any significance for the treatment of pedophilia?
- Mark Olver (Canada): Measuring risk relevant change – implications for the therapeutic process and risk management in sexual offenders
- Timm Rosburg (Switzerland): Neurophysiological correlates of pedophilia
- Leigh Harkins (Canada): Incorporating sociocultural and situational factors into explanations of sexual offending
- Markus Feil (Germany): The current state of psychodynamic treatment of sexual offenders
- Wineke J. Smid (The Netherlands): Sexual and emotional self-regulation: a two way street
- Michael H. Miner (United States): Sexual offending in adolescent males: effects of parental attachment, social experiences, and sexuality
- Pre-Conference Workshops
- Peter Fromberger (Germany): Virtual reality applications for the treatment and risk assessment of child abusers: old wine in new skins?
- Alexander F. Schmidt (Germany):Discussion of the usefulness of indirect latency-based assessment of pedohebephilic interest
- Devon L. L. Polaschek (New Zealand): Are people who commit sexual offences a special kind of criminal? Exploring dynamic risk factors, treatment outcomes, reintegration and desistance for people with sexual and other types of convictions
- Douglas P. Boer (Australia): SVR:20 Version 2 - changes and applications
- Robert J. McGrath (United States): How to use the Sex Offender Treatment Intervention and Progress Scale (SOTIPS)
- Ross Bartels (United Kingdom): Cognition and sexual fantasising: An updated approach to understanding sexual fantasies
- Daniel Turner (Germany): Pharmacological treatment of sexual offenders - recent developments
- Mark Olver (Canada): Measuring risk relevant change – implications for the therapeutic process and risk management in sexual offenders
- Timm Rosburg (Switzerland): Neurophysiological correlates of pedophilia
- Wineke J. Smid (The Netherlands): The big picture: sexual offending among other sexual self-regulation problem
- Leigh Harkins (Canada): Incorporating sociocultural and situational factors into explanations of sexual offending
- Markus Feil (Germany):The current state of psychodynamic treatment of sexual offenders
- Michael H. Miner (United States): Treatment of adolescent males who have sexually offended: exploring the need for offense specific interventions
- Workshops
- David S. Prescott (United States): The Good Lives Model: principles, application and implementation
Fachtagung am 24. und 25. Oktober 2019 in Wiesbaden
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Martin Rettenberger
Prof. Dr. Axel Dessecker
Veranstaltungsort:
Friedrich-Naumann-Saal,
Schlossplatz 4,
65183 Wiesbaden
Deutschland ist nicht erst seit kurzer Zeit ein Einwanderungsland. Diese Feststellung wird von vielen Menschen in diesem Land akzeptiert. Dass sie dennoch immer wieder öffentlich wiederholt wird, könnte darauf hinweisen, dass sie sich nicht von selbst versteht. Einige Menschen „mit Migrationshintergrund“ scheinen an äußerlichen Merkmalen leicht erkennbar zu sein. Was auf den ersten Blick auffällt und fremd erscheint, braucht aber nicht viel zu bedeuten.
Straftaten sind, wie polizeiliche Kriminalstatistiken in vielen Ländern jährlich zeigen, ein Massenphänomen und damit in gewisser Weise normal. Alltägliche und in Publikumsmedien verbreitete Darstellungen konzentrieren sich dagegen häufig auf ungewöhnliche Formen von Straftaten. Die damit verbundenen Vorstellungen erhalten ein Eigengewicht, das mit der statistisch messbaren Realität der tatsächlich auftretenden Kriminalität wenig gemein hat. Das gilt in besonderer Weise dann, wenn Vorstellungen über Kriminalität in Zusammenhang mit Migrationsbewegungen gebracht werden.
Die diesjährige Herbsttagung wird sich aus interdisziplinärer Perspektive mit verschiedenen Zusammenhängen von Migration und Kriminalität befassen. Es wird ebenso um die Entstehung und Wahrnehmung von Kriminalität wie um deren Prävention gehen. Justizvollzug und psychiatrischer Maßregelvollzug werden besonders in den Blick genommen.
Die Vorträge der Tagung sind im Band 25 der Schriftenreihe BM-Online veröffentlicht.
Fachtagung am 11. Februar 2019 in Köln
Tagungsleitung:
Prof. Dr. Frank Neubacher
Prof. Dr. Axel Dessecker
Veranstaltungsort:
Universität zu Köln (Hauptgebäude) – Neuer Senatssaal,
Albertus-Magnus-Platz,
50923 Köln
Der Justizvollzug, besonders der Vollzug von Freiheitsstrafen, ist ein wichtiges Forschungsfeld der empirischen Kriminologie. Denn die Freiheitsstrafe ist bis heute die Strafe, die wie keine andere kriminalrechtliche Sanktion zeigt, was Strafrecht bedeutet. Die Forschungen der letzten Jahre sind dementsprechend vielfältig: Sie reichen von der Evaluation von Behandlungsprogrammen über die Beschreibung der Situation besonderer Gruppen von Gefangenen, von Studien zum Vollzugsklima oder zur Rolle von Gewalt im Alltag des Gefängnisses bis zu Untersuchungen über die personelle Ausstattung der Anstalten oder die beruflichen Belastungen des Vollzugspersonals.
Diese Breite der Forschung geht nicht zuletzt auf aktuelle Entwicklungen im Justizvollzug zurück. Seit dem Inkrafttreten der Föderalismusreform hat sich die Zahl der einschlägigen Gesetze vervielfacht, die Dichte rechtlicher Regelungen erhöht. Hinzu kommt, dass die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wie auch der Strafvollstreckungsgerichte in mancher Hinsicht striktere Vorgaben macht.
Wie eine kontroverse Debatte in der Zeitschrift Neue Kriminalpolitik zeigt, verstehen sich die Möglichkeiten und Grenzen empirischer Vollzugsforschung nicht von selbst, sie sind im Einzelnen durchaus umstritten. Die Tagung soll alle Interessierten und potentiell Beteiligten miteinander ins Gespräch bringen.
Fachtagung am 25. und 26. Oktober 2018 in Wiesbaden
Tagungsleitung:
PD Dr. Martin Rettenberger
Prof. Dr. Axel Dessecker
Veranstaltungsort:
Friedrich-Naumann-Saal,
Schlossplatz 4,
65183 Wiesbaden
Gewalt und Zwang sind alltägliche Phänomene. Dennoch gibt es zunehmend Aufmerksamkeit für solche Vorfälle, die in gesellschaftlichen und staatlichen Einrichtungen anzutreffen sind. So haben beispielsweise Befragungen unter Gefangenen ergeben, dass Gewalt im Strafvollzug häufiger vorkommt als erwartet und dass auch dort ein großes Dunkelfeld existiert. In der stationären Psychiatrie wird diskutiert, ob und in welchen Situationen Fixierungen therapeutisch legitim sind, und das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich mit der Frage, ob sie sich mit den Grundrechten der Patientinnen und Patienten vereinbaren lassen. Zudem ist die Aufarbeitung systematischer körperlicher Misshandlungen und sexuellen Missbrauchs in Internatsschulen und Einrichtungen der Heimerziehung noch längst nicht abgeschlossen.
Die diesjährige Herbsttagung wird sich aus interdisziplinärer Perspektive mit verschiedenen Formen von Gewalt und Zwang im institutionellen Kontext befassen und dabei sowohl Strategien der Täter als auch Folgen für Betroffene thematisieren. Darüber hinaus werden tatbegünstigende Strukturen ebenso diskutiert wie der institutionelle Umgang mit Aufarbeitung und Prävention. Neben Justizvollzugsanstalten werden psychiatrische und pflegerische Einrichtungen sowie Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bzw. mit reformpädagogischer Ausrichtung in den Blick genommen.
Die Vorträge der Tagung werden in der Schriftenreihe Kriminologie und Praxis veröffentlicht.
Überblick über die 1986 bis 2017 von der KrimZ veranstalteten Fachtagungen
- 2010er Jahre
2017 Medien – Kriminalität – Kriminalpolitik Wiesbaden 2016 Sexuelle Gewalt als Herausforderung für Gesellschaft und Recht Wiesbaden 2016 Psychosoziale Prozessbegleitung Wiesbaden 2015 Behandlung im Justizvollzug Wiesbaden 2014 Menschenrechte hinter Gittern Wiesbaden 2013 Straffällige mit besonderen Bedürfnissen Wiesbaden 2012 Justizvollzug in Bewegung Wiesbaden 2011 Psychologisch-psychiatrische Begutachtung in der Strafjustiz Wiesbaden 2011 12. Wissenschaftliche Fachtagung der KrimG. Forum: Kriminalitätsprognose – Evaluation im Jugendstrafvollzug – Aktuelle Entwicklungen der Sicherungsverwahrung Heidelberg 2010 Justizvollzug und Strafrechtsreform im Bundesstaat Wiesbaden - 2000er Jahre
2009 11. Wissenschaftliche Fachtagung der KrimG. Forum: Aktuelle Entwicklungen kriminalrechtlicher Sanktionen Gießen 2008 Täterinnen – Befunde, Analysen, Perspektiven Wiesbaden 2008 Was wüssten wir gern? Kriminalstatistiken im Lichte internationaler Erfahrungen Berlin 2007 Privatisierung in der Strafrechtspflege Wiesbaden 2007 Justiz im Dialog: „Perspektiven des Strafprozessrechts“ Mainz 2006 Gewalt im privaten Raum – aktuelle Formen und Handlungsmöglichkeiten Wiesbaden 2006 Kooperation von Jugendhilfe und Justiz bei Sexualdelikten gegen Kinder Wiesbaden 2005 Extremistische Kriminalität Wiesbaden 2005 Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität Leipzig 2004 Gefährliche Straftäter – eine Problemgruppe der Kriminalpolitik? Wiesbaden 2003 Ambulante Nachsorge nach Straf- und Maßregelvollzug – Konzepte und Erfahrungen Wiesbaden 2003 Neue Konzepte der Kriminalpolitik Wiesbaden 2002 Opfer von Straftaten – Kriminologische, rechtliche und praktische Aspekte Wiesbaden 2001 Illegale Migration und Schleusungskriminalität Dresden 2001 Tötungsdelikte – mediale Wahrnehmung, kriminologische Erkenntnisse, juristische Aufarbeitung Wiesbaden 2000 Strafvollzug im Wandel – Neue Wege in Ost- und Westdeutschland Güstrow 2000 Der Einsatz von Verdeckten Ermittlern und V-Personen im Strafverfahren Wiesbaden - 1990er Jahre
1999 Alkohol, Strafrecht und Kriminalität Wiesbaden 1999 Behandlung von Sexualstraftätern im Justizvollzug – Folgerungen aus den Gesetzesänderungen Wiesbaden 1999 Das Ermittlungsverhalten der Polizei und die Einstellungspraxis der Staatsanwaltschaften Wiesbaden 1998 Sexueller Missbrauch von Kindern – Täter und Opfer Wiesbaden 1998 Die Rechtswirklichkeit nach Wegfall der fortgesetzten Tat Wiesbaden 1997 Strafvollzug in den neuen Bundesländern Dresden 1997 Gewaltprävention und Strafjustiz Wustrau 1996 Die oberlandesgerichtliche Kontrolle bei langer Untersuchungshaft Wiesbaden 1995 Aktuelle Entwicklungen in den Sozialen Diensten der Justiz – Strukturen, Spezialisierung, Qualifizierung Bonn 1995 Kriminalprävention und Strafjustiz Trier 1995 Der Aufbau des Maßregelvollzuges in den neuen Bundesländern – Chancen und Probleme Berlin 1994 Probleme der strafrechtlichen Unterbringung in einer Entziehungsanstalt (§ 64 StGB) Wiesbaden 1993 Strafzumessung und strafrechtliche Sanktionen – ein Gespräch zwischen Strafjustiz und Kriminologie Trier 1993 11th International Congress on Criminology, Workshop „Improving Crime and Criminal Justice Statistics“ Budapest/Ungarn 1993 Organisation und Kooperation der Sozialen Dienste der Justiz Wiesbaden 1992 Probleme der strafrechtlichen Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus Wiesbaden 1992 Die Gestaltung der Personenstatistiken der Strafrechtspflege Bonn 1991 Die Therapieregelungen des Betäubungsmittelrechts – Deutsche und ausländische Erfahrungen Wiesbaden 1991 Kriminologische Aus- und Fortbildung – Bestandsaufnahme und künftige Entwicklung Wiesbaden 1991 Strafrechtspraxis und Kriminologie im Dialog: Was können wir voneinander lernen? Trier 1990 Gemeinnützige Arbeit statt Ersatzfreiheitsstrafe Wiesbaden - 1980er Jahre
1989 Datensammlungen und Akten in der Strafrechtspflege als Basis für kriminologische Forschung und Kriminalpolitik Berlin 1988 10th International Congress on Criminology, Workshop „Criminological Research and Planning in State, International and Supranational Institutions“ Hamburg 1988 Therapie und Strafe Wiesbaden 1987 Datenschutzrechtliche Probleme kriminologischer Forschung Wiesbaden 1986 Eröffnungsveranstaltung Wiesbaden