Zum Hauptinhalt springen

Forschung

Forschung

Vollzug der Sicherungsverwahrung und der vorgelagerten Freiheits- und Jugendstrafe

  • Projektlaufzeit:
    seit 2014 jährlich

Projektbeschreibung

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Bundesverfassungsgericht haben in den letzten Jahren neue Anforderungen an die Sicherungsverwahrung aufgestellt (hierzu auch das Projekt "Rückwirkungsverbot und Sicherungsverwahrung"). Infolge dieser Rechtsprechung wurden im Sommer 2013 im Bund (§ 66c StGB) und in allen Ländern neue Gesetze eingeführt.
Sie sollen dem besonderen Charakter der Maßregel durch einen freiheitsorientierten und therapiegerichteten Vollzug Rechnung tragen und enthalten Vorschriften über die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der im Vollzug eingesetzten Maßnahmen, insbesondere der Behandlungsmaßnahmen zur Förderung der Untergebrachten. Das Projekt liefert grundlegende Informationen zur Praxis des Vollzugs.

Methode

Seit 2014 wird jährlich jeweils zum Stichtag 31. März eine bundesweite Erhebung durchgeführt. Dargestellt werden einerseits ausgewählte Strukturmerkmale der zuständigen Anstalten und Einrichtungen des Justizvollzugs. Hinzu kommt eine Erhebung von Einzelfalldaten über im Vollzug eingesetzte Maßnahmen. Diese bezieht sich auf alle Untergebrachten und alle Strafgefangenen mit angeordneter oder vorbehaltener Sicherungsverwahrung.

Veröffentlichungen

Endres, J., Ullmann, M., & Leuschner, F. (2024). Der Vollzug der Sicherungsverwahrung in Bayern. Forum Strafvollzug, (1), 16–21.

Leuschner, F., & Dessecker, A. (2024). Entwicklungen der Anordnungs- und Vollzugspraxis der Sicherungsverwahrung. Forum Strafvollzug, (1), 11–16.

Leuschner F., Niemz, S., & Regler, C. (2024). Empirische Erkenntnisse zur Praxis der Sicherungsverwahrung. Erkenntnisgewinn und Grenzen einer Stichtagserhebung. In M. Rettenberger, S. Suhling, H. Brettel, & T. Görgen (Hrsg.), Kriminalität und ihre Kontrolle im Wandel: Festschrift für Axel Dessecker (S. 251–274). KrimZ.

Dessecker, A. (2023). Behandlung und vollzugsöffnende Maßnahmen in der Sicherungsverwahrung​. In H. Beisel, A. Hartmann, D. Hermann, C. Laue, B.-D. Meier, & T. Verrel​ (Hrsg.), Die Kriminalwissenschaften als Teil der Humanwissenschaften: Festschrift für Dieter Dölling zum 70. Geburtstag. ​​Nomos, S. 157​–169.

Leuschner, F., & Rausch, E. (2023). Bedingungen für Ältere in der Sicherungsverwahrung. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 17, 444–454. https://doi.org/10.1007/s11757-023-00794-4 

Leuschner, F., & Rausch, E. (2023). Behandlung in der Sicherungsverwahrung: Empirische Ergebnisse einer Langzeiterhebung. Recht & Psychiatrie, 41(2), 67–77.

Rausch, E., & Leuschner, F. (2022). Vollzugsöffnende Maßnahmen im Kontext der Sicherungsverwahrung. Neue Kriminalpolitik, 34(4), 440–456. https://doi.org/10.5771/0934-9200-2022-4-440

Dessecker, A., & Leuschner, F. (2019). Sicherungsverwahrung und vorgelagerte Freiheitsstrafe: Eine empirische Untersuchung zur Ausgestaltung der Unterbringung und des vorhergehenden Strafvollzugs. KrimZ. https://krimpub.krimz.de/frontdoor/index/index/docId/52 

Dessecker, A. (2016). Die produktive Krise der Sicherungsverwahrung und ihre Folgen aus empirischer Sicht. In F. Neubacher, N. Bögelein (Hrsg.), Krise – Kriminalität – Kriminologie (S. 473–485). Forum.

 

Eine Übersicht über die frei zugänglichen Publikationen der jährlichen Stichtagserhebung findet sich hier.

Kontaktperson
Foto Dr. Fredericke Leuschner
Dr. Fredericke Leuschner, M.A.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.