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Extremismus und Justizvollzug

Projektlaufzeit: 01.06.2016 - 31.05.2017
Finanzierung: Dieses Projekt wird aus Mitteln des Fonds für die Innere Sicherheit durch die Europäische Kommission kofinanziert.

Projektbeschreibung

Vor dem Hintergrund der Zunahme mutmaßlich politisch oder religiös motivierter Gewalttaten sowie medialer Terrormeldungen eröffnet sich ein neuer Ansatzpunkt zur Prävention von Straftaten. In diesem Zusammenhang ist der Justizvollzug vor besondere Herausforderungen gestellt, da manche Gefangene extreme Ansichten vertreten und sich nicht ausschließen lässt, dass sie diese mit radikalen Mitteln – bis hin zu Straftaten – durchzusetzen versuchen. Zum einen besteht die Gefahr, dass unter den besonderen Bedingungen geschlossener Einrichtungen Radikalisierung entsteht oder befördert wird. Andererseits können diese Bedingungen als Chance gesehen werden, neue alternative Lebensentwürfe zu entwickeln und zu fördern.

In diesem Forschungsprojekt soll eine umfangreiche Recherche und Auswertung der einschlägigen Fachliteratur erfolgen. Darüber hinaus werden Vorgaben und Informationen der Justiz auf Europa-, Bundes- und Länderebene gesammelt und verarbeitet. Vor diesem Hintergrund ist die Eruierung und Beschreibung der Situation in Deutschland sowie in anderen ausgewählten europäischen Ländern Teil des Projektes.
Diese Informationen sollen durch Experteninterviews, eine Erhebung der aktuellen Abläufe und Vorgehensweisen sowie ein Expertenkolloquium unter Beteiligung von Fachleuten der Wissenschaft und der Landesjustizverwaltungen ergänzt werden.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerinnen:

Anika Hoffmann
Christian Illgner
Fredericke Leuschner