Regensburger Aufarbeitungsstudie

Auftraggeber: Diözese Regensburg und die Stiftung der Regensburger Domspatzen
Laufzeit der Studie: 1.2.2017 bis 31.01.2019


Projektbeschreibung

Seit mehreren Jahren stehen die Missbrauchs- und Misshandlungsfälle bei den Regensburger Domspatzen im öffentlichen Interesse. Im April 2015 beauftragte die Diözese Regensburg und die Stiftung Regensburger Domspatzen Herrn Rechtsanwalt Ulrich Weber damit, die Missbrauchs- und Misshandlungsfälle zu untersuchen und einen Bericht vorzulegen. Ein Aufarbeitungsgremium, u. a. bestehend aus Betroffenen und Vertretern der Kirche, begleitet die Aufarbeitung. Die bisher dokumentierten Opfer-Meldungen umfassen den Zeitraum 1945 bis Anfang der 90er Jahre. Der Bericht von Herrn Rechtsanwalt Ulrich Weber ist für das Frühjahr 2017 angekündigt.
Zur weiteren Aufarbeitung entwickelte das Aufarbeitungsgremium ein Mehr-Säulen-Konzept, u. a. bestehend aus dem Angebot einer unabhängigen Anlaufstelle mit therapeutischer Hilfeleistung, einer sozialwissenschaftlichen und einer historische Studie sowie einem Anerkennungsgremium. Mit der sozialwissenschaftlichen Analyse und Einschätzung der Missbrauchs- und Misshandlungsfälle bei den Regensburger Domspatzen ist die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) beauftragt.

Methoden

Die sozialwissenschaftliche „Regensburger Aufarbeitungsstudie“ gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Teile. Der erst Teil umfasst die Auswertung von Dokumenten und Akten. Aufbauend auf den Erkenntnissen des ersten Teils werden im zweiten Teil der Studie Interviews mit Betroffenen, evtl. deren Angehörigen und anderweitig Beteiligten geführt, die zur wissenschaftlichen Aufarbeitung beitragen können. Die von Missbrauch und Misshandlung betroffenen Menschen stehen hierbei im Vordergrund. Abschließend werden alle Befunde – die Ergebnisse der Dokumenten- und Aktenanalyse ebenso wie jene aus den Interviews – gebündelt und in einem Abschlussbericht veröffentlicht.

Ansprechpartner
Dr. Matthias Rau
PD Dr. Martin Rettenberger