Was ist der Unterschied zwischen den Datenbanken KrimLit und KrimDok?

KrimDok ist die größte deutsche kriminologische Datenbank und ein Instrument zur Recherche nationaler und internationaler Forschungsarbeiten. Sie wird betrieben vom Tübinger Institut für Kriminologie und dem Fachinformationsdienst Kriminologie der Universitätsbibliothek Tübingen. KrimDok wurde in den 1960er Jahren aufgebaut und verfügt aktuell über rund 240.000 Nachweise (Stand 01/2018).
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Sowohl KrimDok als auch die von der KrimZ betriebene Datenbank KrimLit sind Referenzdatenbanken, wobei sich KrimLit von KrimDok vor allem in folgenden Aspekten unterscheidet: KrimLit verzeichnet deutlich weniger und überwiegend deutschsprachige Quellen. Die Indexierung der Quellen durch eine sog. „Sacherschließung“ (die Vergabe von kontrolliertem Vokabular) erfolgt bei KrimDok ausschließlich durch Einzelschlagwörter, während KrimLit Schlagwortketten nutzt. Schlagwortketten (z. B. Gewalt / Polizeiliches Handeln) ermöglichen dem Rechercheur, die zu einem begrenzten Forschungsbereich gehörenden Quellen schneller zu identifizieren.
Auch wenn in KrimDok Zeitschriftenaufsätze nachgewiesen sind, die auch die Datenbank KrimLit enthält, so besteht doch ein wesentlicher Unterschied. Dank der seit den 1980er Jahren bestehenden Aufsatzdokumentation der KrimZ sind sämtliche in KrimLit nachgewiesenen Zeitschriftenaufsätze mit einem nach DIN 1426 erstellten Kurzreferat (Abstract) versehen, während KrimDok ein solches nicht anbietet. Diese Kurzreferate ermöglichen eine schnelle inhaltliche Beurteilung der jeweiligen Quelle.